Arbeiten im Coworkingspace

Komisch, dass man als Social Media Manager und Blogger den ganzen Tag mit anderen Menschen kommunizieren kann und soch trotzdem manchmal einsam fühlt. Ein Artikel über Arbeitsatmosphäre.

Ich habe mal gelesen, dass der große Loriot am besten arbeiten konnte, wenn er sich dazu in das Café Streiflicht in München gesetzt hat. Er sagte sinngemäß, dass er Lärm braucht, der nichts mit ihm zu tun hat, um kreativ zu sein. Das fand ich damals schon beeindruckend. Heute kann ich sehr gut nachvollziehen, was er gemeint hat.

Es gibt diese Tage, an denen ist es einfach zu still in der Wohnung hier in meinem Homeoffice. Musik ist nicht immer eine gute Lösung, denn manchmal gibt es einfach nichts Passendes in meiner Playlist (obwohl die wirklich umfangreich ist). Vor allem dann, wenn ich schreibe, bin ich sehr pingelig, was Musik anbelangt. Dann ist es wichtig, dass ich den Text nicht kenne, oder nicht verstehe. Deutsche Songs gehen zum Beispiel gar nicht. Das Arbeiten im Café habe ich selbst auch schon ausprobiert, aber auf Dauer ist das nichts. Meistens sind die Sitze unbequem und die Tische zu klein um auch mal Akten oder Bücher auszubreiten.

Viel angenehmer ist da die Arbeit im Coworkinspace. Hier in Augsburg ist das die max 30.1 Office Community, direkt in der Innenstadt.

Was ist Coworking?

Am besten kann man Coworking erklären, wenn man sich ein Großraumbüro vorstellt. Der einzige Unterschied ist, dass nicht alle bei der selben Firma arbeiten, sondern jeder für sich (oder in kleinen Teams).

Dazu mietet man als Coworker dann einen Schreibtisch und bekommt automatisch auch W-Lan dazu. Das kann man dann beides tageweise oder Wochenweise oder monatlich nutzen. Viele Coworkingspaces haben sehr flexible Tarife.

Die meisten Coworkingspaces werden von den sogenannten "jungen Kreativen" genutzt. Das sind oft Einzelkämpfer, die selbstständig Dienstleistungen anbieten, die im weitesten Sinne mit dem Internet zu tun haben (Grafik, Programmierung, Social Media Marketing, etc.). Die treffen in den Coworkingspaces aufeinander und arbeiten dann nicht selten auch miteinander oder helfen sich bei Problemen. Oft werden Dinge auch einfach ganz unbürokratisch an der Kaffeemaschine bequatscht und nicht selten bildet sich ein starkes Netzwerk mit Kontakten, von denen alle profitieren.

Mein Weg in den Coworkingspace

Ich persönlich habe den Augsburger Coworkingspace kennengelernt, weil einer meiner Kunden dort ein Mieter der ersten Stunde war. Beim meinem ersten Termin vor Ort war ich ziemlich überrascht, was das wohl für ein Büro ist, aber das Konzept hat mich schnell überzeugt.

Heute bin ich selbst ein Coworker, denn ich verbringe mindestens einen Arbeitstag pro Woche vor Ort in der Office Community. Das Büro ist geräumig und es gibt verschiedene Getränke sowie die Möglichkeit, Speisen zuzubereiten. Durch die zentrale Lage am Moritzplatz kann ich meine Augsburger Kunden gut erreichen und verabrede mich manchmal auch zu Terminen dort und buche den Besprechungsraum.

Coworker sind Leidensgenossen

Was mir persönlich sehr wichtig ist, ist dass es im Coworkingspace Leute gibt, die die selben Probleme haben, wie ich. Hier gibt es andere, die nach Lösungen für ähnliche Probleme suchen, die mir bei Computerproblemen helfen können oder Tipps haben, wenn die Verhandlungen mit einem neuen Kunden zäh laufen. Natürlich kann man sich auch mal gemeinsam amüsieren, wenn einen eine seltsame Frage per E-Mail erreicht.

Einen Coworker, den ich hier in Augsburg kennengelernt habe ich der Webworker Sven. Er hat sich auf Typo3 spezialisiert und ist ein toller Grafiker. Außerdem macht er hervorragende Markenberatung und gestaltet richtig gute Logos. Guckt Euch mal seine Seite an: SK Content. Wir haben auch bei meinem Projekt Fleckendeckend (ökologisches Geschenkpapier zusammengearbeitet: Kein Geschenkpapier ohne Druckdatei. Dabei hat mir übrigens auch der Chef-Coworker Uli geholfen: Reden, reden, reden

Für den Coworking-Blog wurde ich übrigens auch schon ausgefragt. Hier geht's zum Artikel über mich: Coworker im Gespräch

Man sieht also: Coworken lohnt sich. Ich kann das nur jedem ans Herz legen, der ab und zu in seinem Büro zuhause vereinsamt!

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