Der Blog im Social-Media-Mix

Immer wieder begegnen mir bei meiner Arbeit Firmen, die mit den vielen Möglichkeiten des Social Media Marketing schlicht überfordert sind. Ich weiß: Es ist eine große Herausforderung, zu entscheiden, welche Social-Media-Kanäle man als Firma bespielen möchte. Deswegen will ich heute dazu einige Tipps geben.

Social Media Marketing ist zeitintensiv. Ich kann das gar nicht oft genug betonen. Denn auch dann, wenn man als Firma einen externen Berater dazu holt, bleibt trotzdem ein gewisser Teil der Arbeit beim Unternehmen selbst hängen. Ich habe schon einmal ausführlich darüber geschrieben: Guten Tag, ich bin kein Zauberer

Und gerade weil die Arbeit mit den Sozialen Netzwerken so viel Zeit kostet, muss man sich genau überlegen, welche Netzwerke man bespielt. Wo liegt das Hauptaugenmerk und wie intensiv kümmere ich mich um welches Soziale Netzwerk?

Wie immer gilt auch hier: Eine Faustformel gibt es nicht, denn jedes Unternehmen hat ein anderes Geschäftsmodell und eine andere Zielgruppe. Doch ein paar Tipps habe ich natürlich trotzdem für meine geschätzte Leserschaft...

Facebook ist wichtig, aber nicht der Kern

Viele meiner Kunden denken beim Thema Social Media Marketing immer zuerst an Facebook. Das ist verständlich, denn das ist mit Abstand das bekannteste Netzwerk (bei der breiten Bevölkerung). Außerdem ist Facebook kostenlos (zumindest auf den ersten Blick). Anders als bei Twitter denken viele, sie wüssten wie Facebook funktioniert, denn schließlich ist da ja jeder irgendwie dabei.

Das führt dazu, dass einfach losgewurstelt wird. Zwangsläufig muss dann irgendwann früher oder später die große Enttäuschung kommen, wenn Fans und Interaktionen ausbleiben. Eine Strategie muss her!

Facebook ist eine sinnvolle Komponente im Social Media Marketing - sollte aber nicht die einzige Präsenz im Social Web bleiben. Facebook ist zwar groß, aber es gibt trotzdem viele Internetnutzer, die aus gutem Grund nicht dort angemeldet sind, die von der Plattform genervt sind und sich nie einloggen, oder die mit der Funktionsweise nicht klar kommen. Solche Nutzer sind aber trotzdem eine interessante Zielgruppe!

Es lohnt, über einen eigenen Blog nachzudenken

Einen Blogartikel auf der eigenen Webpräsenz veröffentlichenEs gibt zwei große Vorteile, wenn man als Unternehmen einen eigenen Blog anbietet:

1. Fokus

Wenn man seine Inhalte (Angebote, News, Aktionen) in den Sozialen Netzwerken verbreitet, dann ist man damit nicht allein. Über jedem Posting und unter jedem Tweet lauert die Konkurrenz. Mit einem Auge sind die Nutzer in den Sozialen Netzwerken immer irgendwo anders. Überall blinkt es, es gibt Aktualisierungen und private Nachrichten. Im eigenen Blog passiert so etwas nicht. Wer den Nutzer endlich in den Firmenblog gelockt hat, muss dessen Aufmerksamkeit mit Niemand mehr teilen.

2. Gestaltung

Auf Twitter sind die Nachrichten auf 140 Zeichen begrenzt. Auf Facebook hat alles einen blauen Rahmen. Auf Googe Plus werden die Hashtags automatisch vergeben. Kurz: Man hat die Gestaltung seiner Beiträge nie in der Hand. Den Unternehmensblog kann man genau so gestalten, wie man möchte. Das beinhaltet nicht nur das Firmenlogo und die -farben sondern auch Schriften und Gestaltung. Hier lohnt es sich einen Profi ranzulassen. Ein guter Webdesigner sollte hier ans Werk.

Und was ist mit SEO?

Suchmaschinen sind ein wichtiger Zulieferer von Internetnutzern. Sie funktionieren textbasiert. Das bedeutet: Nur die Wörter, die auf der eigenen Webseite auch getippt stehen, können Internetnutzer auch via Suchmaschine finden. Klar?

Nun ja, je mehr Text auf der Webseite steht, desto leichter wird die Seite gefunden. Deshalb sollte man den Blog auch direkt auf die Webseite einbinden. Denn das Ziel der ganzen Sache ist ja, dass die Webseite von dem Blog profitiert. Dafür gibt es technisch gesehen zwei Möglichkeiten:

  • im Verzeichnis: Domainname.de/Blog
  • als Subdomain: Blog.Domainname.de

Von der Variante Firmenblog.de als eigene Seite rate ich ab. Das kann in Einzelfällen Sinn machen.

Wie viel Arbeit steckt in einem Blog?

Wie zeitintensiv ist eigentlich die Betreuung eines Blogs? So pauschal kann man die Frage nicht beantworten, denn jede Firma geht das Thema anders an. Eine Beispielrechnung ist jedoch hilfreich. Ich finde dazu den Artikel von blogWERK sehr lesenswert: Wie viel Zeit kostet ein Blog?

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