Du kannst Gutes tun, im Internet

Verbraucher haben viele Möglichkeiten mit wenig Mühe einfach mal ganz furchtbar nett zu sein - zu Firmen, deren Produkte sie gut finden.

Als ich klein war, da war das mit dem Web 2.0, dem Internet zum mitmachen, noch ganz am Anfang. Meine Eltern haben mich vor Internetbekanntschaften gewarnt und man ging davon aus, dass sich dort grundsätzlich nur Idioten und Besserwisser zu Wort melden.

Heute ist die Stimme des Verbrauchers so ziemlich das wertvollste, das es im Netz so gibt. Ja klar, diese Argumente kennen wir alle schon von der Datenkrake Big Brother-Facebook, aber das meine ich gar nicht. Ich möchte auf etwas anderes Hinaus. Mir geht es nicht um persönliche Daten, sondern um die Sgtimme des Verbrauchers, der sich für ein Produkt stark macht.

Teile den Moment

Irgendwie haben wir uns daran gewöhnt, vor allem unseren Frust laut und möglichst öffentlich zu äußern. Über diese (typisch deutsche?) Eigenschaft wurde schon viel geschrieben, diese Dose möchte ich heute gar nicht aufmachen. Ich möchte vielmehr einen Vorschlag unterbreiten: Öfter mal schreiben, worüber man sich so richtig gefreut hat.

Warum sollte man das tun? Ich habe da ein paar Vorschläge:

  • Du hast ein Produkt gefunden, das total genial, lecker, praktisch oder hübsch ist, und freust Dich darüber. Teile Deine Freude mit anderen!
  • Du kennst etwas Neues oder hast etwas Seltenes entdeckt. Dann erzähe den anderen davon, damit sie das auch kaufen. Junge Firmen brauchen neue Kunden, sonst wird es sie nicht lange geben und auch Deine eigene Freude ist bald wieder vorbei.
  • Du hast etwas herausgefunden, was Dich echt Zeit und Nerven gekostet hat. Dann erzähle anderen davon, die sich durch Deine Informationen viel Zeit sparen können.
  • Wir halten fest: Es gibt gute Gründe, im Internet Themen zu verbreiten oder zu kommentieren, die einem selbst wichtig sind.

    Kommen wir nun dazu, wie man seine Freude und seine Entdeckungen im Netz teilen sollte.

    Jeder hat eine Stimme

    Was unsere Eltern früher angstvoll verteufelt haben, ist heute das Goldstück des Internets: die Kommentare. In jedem Onlineshop, auf jedem Blog und in den Sozialen Netzwerken sowieso, haben Verbraucher heute eine Stimme:

    • Postings auf Facebook, Google Plus und xing
    • Tweets auf Twitter
    • Kommentarfunktion im Blog - die eigene Meinung zu einem Artikelthema
    • Kommentarfunktion in Onlineshops - die eigene Produktbewertung

    Viele scheuen immer noch davor zurück, diese Möglichkeiten zu nutzen. Ich möchte diesen Internetnutzern heute mit meinem Artikel ein Stück weit die Hemmung nehmen.

    Warum sind Kommentare und Empfehlungen so wichtig?

    Wenn etwas richtig begeistert, dann ist es auch Wert, weitererzählt zu werden. Im echten Leben machen wir das an der Kaffeemaschine im Büro oder am Stammtisch. Aber im Internet wird komischerweise meistens nur Quark weitergegeben. "Lustige" Katzenbilder zum Beispiel (Katzen gehen immer) oder lachende Babys...

    Ich möchte dafür werben, dass auch mal sinnvolle Sachen weitergegeben werden. Zum Beispiel, dass jemand wirklich mega zufrieden mit dem Kundenservice war, oder dass ein Produkt wirklich grandios funktioniert.

    Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie viel das einer Firma bedeutet, wenn im Internet ein ganz normaler Verbraucher etwas Nettes über das eigene Produkt schreibt. Ohne dass man ihn dazu aufgefordert hat, ihm einen Gewinn versprochen oder gar dafür bezahlt hat. Wenn so etwas passiert, bekommt der Social Media Manager den Rest des Tages vor lauter Grinsen gar nichts mehr auf die Reihe.

    Er wird seinen Kollegen erzählen, das jemand etwas Nettes geschrieben hat und auch die Kollegen werden deshalb einen schöneren Tag haben. Bis in die Entwicklungsabteilung spricht sich herum, dass Menschen sich öffentlich zufrieden über das Produkt geäußert haben und vor lauter Freude hat der Praktikant die Idee des Jahrhunderts und erfindet etwas, womit man eines der Menschheitsprobleme lösen kann.

    Gut, das war jetzt sicherlich ein bisschen übertrieben. Aber ich denke es wird klar, worauf ich hinaus will. Denkt ab und zu daran, dass auf der anderen Seite des Kabels, am Computer auch Menschen sitzen, die sich über Interaktion, Lob und konstruktive Kritik freuen.

    Ein Positivbeispiel für einen wirklich netten Kundenkommentar hat mir freundlicherweise, die liebe Simone zur Verfügung gestellt:

    Interessant zu wissen ist sicherlich auch, dass die Leute, die sich in einer Firma um die Sozialen Netzwerke kümmern, meistens ganz oben gut vernetzt sind und quasi mitten im Geschehen sitzen. Bei kleineren Unternehmen übernehmen die Chefs das Posten und Twittern vielleicht sogar selbst. Ihr könnt Euch also sicher sein, dass Eure Texte gelesen werden und in vielen Fällen gelangt die Botschaft dann im Unternehmen direkt dort hin, wo sie sein sollte. Jeder hat eine Stimme.