Kultur in Augsburg

Ein neuer fancy Blog behandelt die Must-Goes und die Must-Sees in Augsburg

Ich kann echt viel. Aber Grafikkram kann ich nicht. Allein der Gedanke an Photoshop macht mich aggressiv und ich habe auch keine Ahnung, worin der Unterschied zu InDesign liegt. Wahrscheinlich habe ich es nicht einmal richtig geschrieben...

Um so mehr bin ich neidisch auf die Leute, die so was können: Dinge hübsch machen. Ich finde es ganz zauberhaft, wie aus einer wilden Idee nach und nach ein geiles Design wird. Bei uns in der Agentur kann ich das immer wieder beobachten. Unseren Grafikern gelingt es, trotz der oft strengen Vorgaben der Kunden, einen eigenen Stil zu pflegen. Und das beeindruckt mich am meisten an dieser Arbeit.

Ganz ausgezeichnet

Besonders gut gefallen mir die Zeichnungen meiner Kollegin Miriam. Die zeigt ihre Arbeit jetzt auch dem breiten Publikum. Auch ihrem neuen Blog Auxkvisit geht es inhaltlich eigentlich um das Leben in Augsburg – vor allem das kulturelle. Aber ich kann einfach nicht aufhören, die Bilder und Zeichnungen anzustarren. Macht aber nix. Mit Kind bin ich ja vom kulturellen Leben ohnehin weitgehend abgemeldet (zumindest solange, bis er alt genug ist für die Augsburger Puppenkiste). Die Kundgebung für ein buntes Augsburg letztens war da eine willkommene Abwechslung. Aber zählen Anti-Pegida-Aktionen überhaupt zu "Kultur"???

Ich schweife ab.

Grafik von Miriam Lochner

Natürlich sind auch Miriams Texte gut. Bisher ging es um das Theater, um sonnige Plätze in der Stadt und um Himbeerlimonade. Das neueste Thema hat mich sehr überrascht: Schlaghosen. Auch hier bleibt mein Herz wieder vor allem an der Zeichnung hängen. Ein Fuchs in Jeans: Super.

Bloggen für Fremde?

Wie herrlich, einem neuen Blog beim wachsen zuzusehen. Ich bin ganz aufgeregt, dass die Seite endlich online ist, denn von Miriams Plänen wusste ich schon länger. Ich war soooo gespannt auf die Ergebnisse.

Trotzdem ist es komisch, sich mit Blogs von Leuten, die man kennt, zu beschäftigen. Ich finde es immer eine ganz seltsame Vorstellung, dass meine Freunde hier mitlesen oder meine Mama. Und auch jetzt frage ich mich die ganze Zeit, was Miriam wohl von meinem Text hält. Das hemmt ein bisschen, zeigt aber umso mehr, wie geil es eigentlich ist, für Fremde zu schreiben. Klar, Publikum braucht man, deswegen schielen auch alle Blogger immer nach den Zugriffszahlen. Aber es ist eigentlich gar nicht so wichtig, das Publikum auch zu kennen.

Dass jetzt jemand, den ich selbst auch kenne, einen Blog startet, baut bei mir selbst Hemmungen ab. Eigentlich kann man ja stolz auf das sein, was man hier so leistet. Die Zeit, die man in so einen Blog steckt, soll ja schließlich auch irgendwas Wert sein.

Ich wünsche Miriam jedenfalls eine aufgeschlossene Leserschaft, die sich auch an der Gestaltung beteiligen wird. Denn Sie ruft dazu auf, Themenvorschläge zu schicken. Wie ich erfahren habe, sind sogar schon Ideen eingereicht worden. Wunderbar. Einen besseren Blog-Start kann man sich nicht wünschen!