#Nodoption – Paula hat zwei Mamas

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Die beiden Mütter von Paula kämpfen vor Gericht darum, dass sie in beide der Geburtsurkunde genannt werden. Am 13. Januar 2021 steht ein wichtiger Gerichtstermin an.

Heute möchte ich Euch von Paula und ihren zwei Mamas erzählen. Ich habe die drei auf Twitter entdeckt, weil ich der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) folge, welche die Familie vor Gericht bei ihrem Kampf um die Anerkennung von Regenbogenfamilien unterstützt.

Worum geht es hier?

Paula ist das Kind von zwei Frauen, die miteinander verheiratet sind. Bisher ist es nach deutschem Recht nur möglich eine Frau (die Gebärende) als Mutter in die Geburtsurkunde eines Kindes eintragen zu lassen. Dabei wurde die Ehe doch eigentlich schon für alle geöffnet. Leider werden gleichgeschlechtliche Eltern noch immer dazu genötigt, ihre eigenen Kinder zu adoptieren um ihre Rechte als Eltern wahrnehmen zu können. Doch ein Adoptionsverfahren ist teuer, langwierig und ein bedeutender Eingriff in die Privatsphäre der betroffenen Familien.

Damit sich das Ändert und gleichgeschlechtliche Eltern künftig von der Geburt des Kindes an gemeinsam auf der Geburtsurkunde stehen, kämpfen Gesa und Verena vor Gericht. Am 13. Januar 2021 steht der nächste wichtige Termin vor dem OLG Celle an.

Warum sollte man den Kampf von Gesa und Verena unterstützen?

Die Kampagne #PaulaHatZweiMamas hat zwei Ziele, die ich persönlich voll und ganz unterstütze.

  1. Familie und Ehe stehen unter besonderem Schutz des Staates. Damit dieser Schutz (bestehend aus Rechten, Pflichten und finanzieller Unterstützung) gegeben ist, muss die Familie rechtlich anerkannt sein. Die sogenannte "Ehe für Alle" war ein wichtiger Schritt. Doch nun müssen Regenbogenfamilien auch auf der Geburtsurkunde anerkannt werden.
  2. Gesa und Verena kämpfen nicht nur für sich selbst. Sie wollen den Weg dafür bereiten, dass künftig alle Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern gleichermaßen auf der Geburtsurkunde eingetragen werden. Mit einem erfolgreichen Rechtsstreit würde das Leben vieler Familien in Deutschland erleichtert, da bisher jede Familie individuell für jedes Kind ein Adoptionsverfahren bestreiten muss. Das Ziel ist die Rechtssicherheit für betroffene Familien.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Eltern von Paula eine Reform des Abstammungsrechtes anstreben und die rechtliche Benachteiligung von Regenbogenfamilien abschaffen wollen.

Wie können wir #nodoption unterstützen?

Bei solch wegweisenden Urteilen wie dem, das vom OLG Celle erwartet wird, ist es wichtig, die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Ein Urteil wird am 13. Januar 2021 noch nicht erwartet, die beiden Klägerinnen und Ihre Anwältin gehen jedoch davon aus, dass bereits zu erkennen sein wird, wie das Gericht mit den Anträgen der Familie verfahren wird.

Je mehr Aufmerksamkeit ein Verfahren bekommt, desto größer ist die Chance, dass das Gericht merkt, dass an dem Verfahren ein breites Interesse besteht. Es geht darum, klar zu machen, dass viele Menschen eine andere Rechtsauffassung haben und sich eine Modernisierung des Abstammungsrechts wünschen. Die Klägerinnen bitten deshalb darum, dass sich möglichst viele Menschen am 13. Januar 2021 mit ihren Social Media Accounts zu Wort melden.Hier geht es natürlich auch darum, Solidarität mit den betroffenen Familien zu zeigen und ihnen für den Kampf den Rücken zu stärken.

Dazu werden drei Hashtags benutzt:

#PaulaHatZweiMamas

#Regenbogenfamilie

#nodoption

Bitte nehmt Euch die Zeit, ein Soli-Statement zu verfassen und nutzt das Bildmaterial, das die Beiden bereitgestellt haben. Alle Informationen findet Ihr auf der Kampagnenseite www.nodoption.de. Eine weitere wichtige Quelle ist der Fallbericht der Gesellschaft für Freiheitsrechte zum Thema Elternschaft.

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