p15 BLICK ÜBER DEN TELLERRAND – FOOD BLOGGING 2.0

12:30 Stage 11 - Gespräch mit Malin Emlid, Hendrik Haase, Hillebrand Carmen und Eva Schulz (Moderation) #Foodblogs

Foodblogs

What’s cooking? Deutsche Food Blogs haben längst mehr zu bieten als hübsche Fotos und pfiffige Rezepte. Ihre Autoren sind zu Aktivisten, Meinungsmachern und Entrepreneuren geworden – und ihre Leser Teil einer Bewegung.

Einen der Speaker kenne ich bereits von einigen Treffen persönlich. Mit Hendrik Hase, der sich im Netz Wurstsack nennt, habe ich mich zum Beispiel auf der BioFach getroffen, wie ihr hier auf dem Besweisfoto erkennen könnt...

Die Diskussionsrunde

Foodblogs auf der rp15

  • Die Wurst ist vom Aussterben bedroht
  • Bewusstsein für gutes Essen steigt, aber was ist das eigentlich, Gutes Essen
  • Was ist der Grund dafür, dass es um unser Essen so schlecht bestellt ist?
  • Foodblogger sind kollegiealer als Techblogger, denn die Techblogger stehen in starker Konkurrenz (jeder will das Gerät als erster haben).
  • Der Hype um den Begriff "Food" - Was ziehe ich an? wurde abgelöst durch Was esse ich? Es geht um Status.
  • Worum geht es? Brot, Wurst, Bier - das hat etwas mit uns zu tun. Blogger sind echt und wichtig und real. Hier wird eine Lücke gefüllt. Früer haben unsere Omas die drei genannten Produkte selbst gemacht. Heute haben wir die Foodblogger, die uns erzählen, wie man das herstellt. #Foodblogs
  • Bei der METRO weiß man: Auch Gastronomen lesen Foodblogs.
  • Foodblogger sind nicht geizig mit ihrem Wissen. Teilen und erzählen ist der Kern. Hier geht es um echten Essens-Aktivismus, für den vor allem Hendrik einsteht. Die Scheiße, die Fanta in ihre Retro-Mischung macht, twittert er zur Mittagszeit und erreicht damit so wahnsinnig viel mehr Menschen, als der Deutschlandfunk, der die gleichen Infos kurz vor Mitternach verschämt unterbringt. Er berichtet, dass er in der Politik schon wahrgenommen wird (zum Beispiel aus Gesprächen mit Praktikanten von Bundestagsabgeordneten. Der Hebel ist da und er ist groß. Nutzen!
  • #Shitstorm bei Foodbloggern heißt #Dishstorm. z.B. METRO weiß: Blogger bekommen keine Pressemitteilungen, sondern individuelle Anschreiben. Hier muss Austausch stattfinden. Nicht: Unternehmen als Bestimmer. Als Besipiel wird hier der #Pestostorm genannt.
  • Unternehmen halten es für wichtig, immer Erdbeeren im Sortiment zu halten. Vielleicht weil sich die Kunden daran gewöhnt haben. Die Forderung lautet: Mut zur Saison. Hier könnte man identitätsstiftend arbeiten und die Kunden wieder dafür sensibilisieren, dass es nicht immer alles gibt.
  • Wie finanzieren sich Foodblogger? zum Beispiel: Geldberuf und Bloggen in der Nacht (Malin), Bücher schreiben (Malin und Hendrik), andere Projekte (Hendrik), Tauschen: Eine Webseite gegen 2 Jahre Gemüsekiste (Hendrik). Es fühlt sich nicht wie Arbeit an, doch man muss sich von der Industrie den Vorwurf gefallen lassen, Romantiker zu sein. Möp.

Natürlich haben wir auch wieder ein aktuelle Foto gemacht...

Selfie mit dem hässlichsten Elefant der WeltMehr zur Session findet Ihr hier und die Speaker findet Ihr unter: Malin Elmlid, Hendrik Haase, Hillebrand Carmen und Eva Schulz