Rajeh Knop – überfällige Zahlung

Wie man mit E-Mails umgeht.

Ich persönlich finde Porno ja ziemlich witzig – solange er mich in Form von völlig albernen SPAM-Mails erreicht. Ich finde es sehr einfallsreich, auf wie viele Arten mir in meiner Zeit als E-Mail-Adressen-Besitzer schon Penispumpen und Viagra angeboten wurden.

Weniger witzig finde ich SPAM-Mails, die man nicht gleich als solche erkennt. Dazu gehört auch die Nachricht von Rajeh Knop über eine längst überfällige Zahlung von 149,27 €, die mich heute Abend erreicht hat:

Alle laufenden Arbeiten wurden rechtzeitig durchgeführt,
ich verstehe nicht warum Sie immer noch nicht bezahlt
haben und mir 149.27 euro schulden. Kostenplan im Anhang.

Rajeh Knop.
  • Der Text der Mail ist in einigermaßen gutem Deutsch geschrieben
  • Der Betrag ist so hoch, dass man einen Schreck bekommt, aber nicht so absurd hoch, dass man den Schwindel gleich erkennt.

Ärgerlich genug, dass es sich auch 2014 anscheinend immer noch lohnt, solche Mails zu verfassen. Offensichtlich fallen genügend Internetnutzer auf SPAM-Mails herein, dass sich Programmierer die Mühe machen, eigene Mailserver aufzusetzen und die Herkunft zu verschleiern. Das macht - soweit ich weiß - ganz schön viel Arbeit!

Zahlungsaufforderung von Seakin Maaßen und Rajeh KnopAchtung Anhang

Das eigentlich fiese an dieser Mail (und an vielen anderen mit ähnlicher Zielsetzung) ist die Datei im Anhang (Hier Kostenplan genannt). Rajeh Knop schickt eine zip-Datei mit, deren Inhalt man erst sehen kann, wenn man sie auf dem eigenen Rechner lokal speichert und entpackt. Auf diesem Wege können gefährliche Viren, Trojaner und andere Malware auf den Rechner geschläußt werden – oft ohne, dass der Besitzer etwas davon mitbekommt. Wenn der Rechner dann wiederum selbst zum versenden von SPAM-Mails eingesetzt wird macht sich der Besitzer dadurch strafbar. Schließlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, was über den eigenen Internetanschluss verschickt und empfangen wird.

Frau Lisa erklärt

Mein Rat: Die E-Mail von Rajeh Knop ungeöffnet löschen oder – noch besser – im eigenen Mailprogramm als SPAM markieren, denn so werden weitere Mails vom gleichen Absender sofort automatisch aussortiert.

Davon abgesehen wird jeder echte Gläubiger einen Brief mit der Post schicken.

Nachtrag: Eine Stunde später erreichte mich auf einer anderen Mailadresse die gleiche SPAM-Mail. Diesmal ist der Absender Seakin Maaßen. Hier der Wortlaut: Alle laufenden Arbeiten wurden rechtzeitig durchgeführt, ich verstehe nicht warum Sie immer noch nicht bezahlt haben und mir 164.59 euro schulden. Kostenplan im Anhang.

Nachtrag am 27. März 2015: Plötzlich gibt es wieder eine steigende Anzahl von Zugriffen auf diesen Blogeintrag. Ich gehe mal davon aus, dass hier eine neue SPAM-Welle mit gleichem Inhalt gestartet wurde...? Kann mich jemand aufklären?

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