re:publica 15 - ich komme

Aufregung, Anfängerfehler und Akkulaufzeit - meine erste re:publica steht bevor. Kinder, ich hab Herzklopfen!

mehr zum Thema: re:publica

Die haben einfach so zugestimmt, meine Chefs, als ich sie gefragt habe, ob ich dieses Jahr nach Berlin auf die re:publica fahren darf. Ich bin eigentlich noch immer ganz platt deswegen. Aber mittlerweile halte ich mein Flugticket und meine Eintrittskarte in den Händen. Das macht es doch irgendwie schon recht real...

Noch 6 Tage bis zur re:publicaEs hat sich nun auch herausgestellt, dass der Vortrag meines Chefs nicht angenommen wurde. Wir sind also "nur" Zuhörer. Wäre auch irgendwie irre gewesen, im ersten Jahr gleich Speaker zu sein. Wir werden jetzt erstmal den Kongress kennenlernen und im nächsten Jahr dann wieder ein Thema einreichen.

So langsam trudeln auch die ersten Blogartikel zum Thema ein. So habe ich zum Beispiel schon als Tipp gelesen: Mach Dir einen Plan mit all den Sessions, die Dich interessieren, und wirf ihn dann spontan über den Haufen. Geht klar! Ich habe in der re:publica App alles mit einem Sternchen versehen, was ich anschauen mag. Das Ergebnis lautet: Meine beiden Klone müssen auch mit nach Berlin fahren. Schon klar, dass ich das es nicht alles schaffe. Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, mich nicht im Nachhinein über Verpasstes zu ärgern.

Lisa allein in Berlin

Eine große Aufregung ist es übrigens auch, dass ich die Reise alleine mache, also alleine ohne Mann und Kind. Seit der Geburt meines Sohnes waren wir noch nie länger als ein paar Stunden getrennt. Spätestens am Abend waren wir immer wieder zusammen. Das wird diesmal natürlich anders werden. 4 Tage sind lang für einen Eineinhalbjährigen echt lang. Und für eine junge Mutter noch viel länger. Ich gebe aber auch zu, dass ich mich zum Beispiel darauf freue, mich morgens nicht mit einer quietschegrünen Zahnbürste und mit Kinder Zahngel herumschlagen zu müssen und Angst zu haben, dass auf der Büroklamotte Haferblei klebt. Andererseits wird es wohl genau das sein, was mir fehlt.

Letztes Jahr haben ja viele getwittert, dass so viele Kinder auf dem Kongress dabei waren. Wir haben auch eine Weile lang überlegt, ob wir als ganze Familie hingehen. Aber meinem Programmierer-Mann war das Programm zu wenig technisch, weshalb er lieber mit dem Kind zu Hause in Augsburg bleibt.

Auf dem Kongress

Ich werde meinen privaten Rechner mitnehmen und auch privat (also hier bei meetshaus) über die re:publica bloggen. Mal sehen, wie viele Texte ich da zusammenbringe. Was mich bei manchen anderen Bloggern gestört hat war, dass viele ihre Artikel als Zusammenfassung ganzer Tage schreiben. Ich werde lieber kurze Texte als einzelne Beiträge anlegen. Das erscheint mir logischer. Da lassen sich auch im Nachhinein dann die passenden YouTube-Videos einbinden. Drückt mir die Daumen, dass ich nach der Aktion dann endlich die noch fehlende Überzeugungskraft habe, die mir noch fehlt, um bei uns in der Agentur auch einen Blog einzurichten und zu bespielen.

Die Themen, die mich interessieren:

  • Lebenspraktisches für Elternblogger wie zum Beispiel die Session von Das Nuf über Kinderfotos im Netz
  • Alles zum Thema Barrierefreiheit
  • Einblick in Bereiche, die ich für die Arbeit brauche, bisher aber nicht so gut kenne (bspw. Foodblogger)

Ich freue mich auch darauf, ein paar Leute zu treffen, die ich bisher nur aus dem Netz kenne. Da wären zum Beispiel Raul Krauthausen, Julia Probst und Johannes Mairhöfer. Die beschäftigen sich alle mit dem Thema Behinderung, bzw. Barrierefreiheit. Seitdem ich für den Integrationsfachdienst tätig war ist das ja irgendwie mein Steckenpferd geworden. Ich bin gespannt, was die so zu erzählen haben.

Ihr werdet es jedenfalls hier als erste hören!

Kommentare unterstützt durch Disqus