rp15 "SCHISCHANZEN" UND „VILE SPILE“ – SO SUCHEN KINDER IM INTERNET

11:15 Stage 10 - Session von Lidia de Reese, Cornelia Magraf und Antje Kowalschuk

„Meine Startseite heißt Firefox. Die Quelle für meine Hausaufgaben war google.“ „ich finde frag finn ganz cool weil mann da viele sachen googlen kann“ Kinder surfen gern, oft mit Suchmaschinen. Aber wie suchen sie im Netz? Suchmaschinen für Erwachsene oder Kinder - wie kommen Kinder besser zurecht und finden genau das, was sie gesucht haben, welche Funktionen brauchen sie wirklich? Kinder suchen live im Internet. Das Publikum kann Fragen stellen, sich einmischen, Partner sein beim Praxistest.

Suchmaschine für Kinder

Die Session wird von Nutzern der Suchmaschine für Kinder fragfinn gehalten, ja, auch von Kindern, die nennen sich Finnreporte. Diese Kinder führen life auf der Stage vor, wie sie im Internet Informationen suchen.

Screenshot der Suchmaschine für Kinder

Bei fragfinn öffnet sich bei jedem Klick auf ein Suchergebnis ein neues Fenster. Die Kinderreporter erzählen, dass sie das bei den "erwachsenensuchmaschinen" so unpraktisch finden. Es ist für mich interessant zu lernen, welche Funktionen für die Kleinen Unbekannt sind. Kontextklick oder Rechtsklick scheinen die noch nicht zu kennen. Der Junge, der hier probesurft hat Probleme beim scrollen (ok, es ist ein mac). Aber er sagt auch, dass er das zu Hause auch noch nie geschafft hat. So bekommt "above the fold" eine völlig neue Bedeutung!

Auch interessant fand ich, dass die Kids Google natürlich kennen (so gehen sie zum Beispiel über Google um zu fraginn zu kommen - da fragfinn Google Grants nutzt, entsthen hier zum Glück keine Kosten). Sie finden Google aber langweilig, weil dort nur Text zu finden ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Kids sich davon überfordert fühlen.

Kinder können Ergebnisse bei fragfinn ausschließen, also "melden", dass etwas nicht für Kinder geeignet ist. Die Vorführ-Kinder sagen, dass sie das ganz persönlich entscheiden und nicht danach, was die Eltern gut oder schlecht fänden.

Wikipedia ist nicht vertrauenswürdig und die Texte versteht niemand. Das Mädchen fragt sich, ob das manchmal extra so gemacht ist, dass die Texte auf Wikipedia keiner versteht. Anscheinend haben die Vorführ Kids schon fehler in Wikipedia gefunden - konkret ging es um das Geburtsdatum von Hans Christian Andersen. Die Kids merken sich Seiten, auf denen sie schon mal gute Antworten gefunden haben. Dazu nutzen sie aber keine Lesezeichen, sondern eher den Kopf.

Mehr zur Session findet Ihr hier und die Speaker findet Ihr unter: Lidia de Reese, Cornelia Magraf und Antje Kowalschuk