Rückblick: Rotation Curation @IbinBayern

Anfang Mai durfte ich eine Woche lang für den Rotation Curation Account @IbinBayern twittern. Hier möchte ich Euch von meinen Erfahrungen erzählen.

Was ist Rotation Curation?
@IbinBayern auf Twitter
@meet_lisa auf Twitter

@IbinBayern ist ein Twitteraccount, der nach dem Prinzip der rotierenden Kuration betrieben wird. Konkret bedeutet das, dass alle 7 Tage eine neue Person auf diesem Account twittert.

Ich durfte im Mai 2013 bei @IbinBayern 7 Tage lang twittern. Das hat auf der einen Seite richtig viel Spaß gemacht, weil es auf fast jeden Tweet Feedback gab. Auf der anderen Seite war die Woche aber auch anstrengend, denn ich habe deutlich die Verantwortung gespürt, die ich bei diesem Projekt hatte.

Die Betreuung so eines wechselnden Accounts ist sehr zeitaufwändig, denn man muss zum einen geeignete Kuratoren finden, zum anderen auch jeden Sonntag die Übergabe mit neuem Passwort etc. organisieren.

Lisa Figas Rotation Curation

Als Kurator möchte man dann die Organisatoren natürlich nicht enttäuschen und die eigene Woche so interessant wie möglich gestalten.

Ich hatte mir im Vorfeld überlegt, dass ich gerne über Augsburg twittern möchte. Weil ich letztes Jahr im Rahmen eines Projektes verschiedene Stadtführungen mitgemacht habe, habe ich ein bisschen Hintergrundwissen über meine Stadt, obwohl ich nicht von hier stamme. Dieses Wissen habe ich genutzt um den anderen Bayern von Augsburg zu erzählen.

Dazu habe ich einige Bilder gepostet, die ich teilweise schon vorsorglich mal gemacht hatte. Vieles ist aber auch spontan entstanden.

Ein emotionaler Moment war die Fahrt von Sachsen nach Bayern, aus meiner alten Heimat in die neue. Mir ist es gelungen, an der Autobahn den Turm zu fotografieren, der damals die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland markiert hat. Dazu habe ich ein paar Tweets verfasst, in denen ich ausgedrückt habe, wie sehr es mich immer noch berührt, einfach so über diese Grenze fahren zu können. Daraufhin gab es viel Feedback von Followern, die das ähnlich empfinden. Das war für mich das Highligt der Twitterwoche. In meinem Freundeskreis bin ich nämlich der einzige "Ossi". Da findet also kaum Austausch zu diesem Thema statt.

Einen Tag lang war ich mal nicht so gut drauf und habe ewig überlegt, was ich twittern könnte. Ich habe es dann einfach sein lassen, weil ich mir nichts aus der Nase ziehen wollte. Ich glaube das war auch o.k. Schließlich gilt auch im echten Leben: Klappe halten, wenn Du nichts Konstruktives beitragen kannst.

Rückblickend muss ich sagen, dass es mir deutlich mehr Spaß macht, auf meinem eigenen Account zu twittern, denn hier schreibe ich einfach, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Außerdem spüre ich bei @meet_lisa keinen Druck, etwas zu schreiben.

Ich weiß nicht, ob ich noch einmal an so einer Aktion teilnehmen würde - vielleicht habe ich mir da auch einfach selber die Ziele etwas zu hoch gesteckt. Die Rückmeldung der Organisatoren war aber auf alle Fälle sehr positiv und die Anzahl der Sterne und neuen Follower, die ich in meinen 7 Tagen sammeln konnte, spricht sicher auch für mich. So war die Teilnahme bei @IbinBayern eine gute Erfahrung, die mir persönlich geholfen hat, die ich aber auch für meinen Job als Social Media Berater gut gebrauchen kann.