Sexistische Kackscheiße

Ich mag Facebook Werbung, weil ich mich für den dahinterliegenden Algorythmus interessiere. Was ich heute gesehen habe, hat mir gar nicht gefallen.

Frauenfeindliche Werbung

JUNIQUE ist ein Shop für Kunstdrucke - das verrät mir der Text der Werbeanzeige in meinem Facebook Stream. Klingt nett, klingt nach einem fancy Startup, klingt nach Venture Capital.

Das Foto zur Werbeanzeige sieht scheiße aus. Auf drei abgebildeten Kunstwerken sehe ich zwei Frauen, die sicherlich kurz nach der Aufnahme verhungert sind.

Ich bin keine dieser Feministinnen, die jede Beobachtung mit einem schlauen theoretischen Konstrukt und einer geschichtlich fundierten Argumentation unterlegen können. Aber ich denke, dass das hier auch gar nicht nötig ist. Zwei dürre Frauen, die (nebenbei bemerkt) auch sehr wenig Kleidung tragen, sind zwei dürre Frauen zuviel.

Kunst kann man auch anders bewerben.

Update am 5. Februar 2015: Heute kam die neue Ausgabe der Business Punk (ein Wirtschafts-Magazin mit Schwerpunkt StartUps). Auf der Seite 18 ist ein kleiner und ganz furchtbar niedlicher Beitrag über die JUNIQUE Gründerin Lea Lange. Sie hat nämlich als Kind aus Perlen kleine Tiere gebastelt und an die Nachbarn verkauft. Und jetzt Alle so: Aaaaawwwww! Mich erinnert das an die Geschichte mit der von Sarah Palin eingesetzten Landwirtschaftsministerin Franci Havemeister in Alaska, die als Qualifikation angab, sie hätte als Kind Kühe gemocht. Nun ja: Verkaufe als Mädchen ein paar Perlenviecher, dann kannste später einen Online Kunsthandel aufmachen. Dabei hat Frau Lange eigentlich einen beeindruckenden Lebenslauf, wie mir ein kurzer Ausflug zu Google zeigt...

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