Taschengeld ab 4

Von
Abgelegt unter
Lesezeit:

3 min

Ab wann gibt es wie viel Taschengeld? Hier ist unser Plan.

Taschengeld ab dem 4. Geburtstag

Bei uns fällt der Geburtstag des großen Kindes ziemlich genau mit dem Start des neuen Kindergartenjahres zusammen und ist damit in doppelter Hinsicht eine Zäsur. Nun ist das Kind 4 Jahre alt geworden und wir spüren, wie es nach Verantwortung und Eigenständigkeit strebt. Aus diesem Grund bekommt der Erstgeborene ab jetzt Taschengeld.

Wir haben uns für den Betrag von 0,50€ pro Woche entschieden. Dies ist der Vorschlag auf der Taschengeldtabelle und scheint für unseren Sohn auch passend.

Wir haben uns vorgenommen, dass wir ihm nicht hineinreden, wenn er sein Geld ausgeben möchte. Aber ich fand die Anregung von BloggerMumof3Boys sehr gut, bei komischem Kram das Kind zu bitten, noch eine Nacht darüber zu schlafen.

Der langfristige Taschengeld-Plan

Zum 5. Geburtstag soll es dann etwas mehr Geld geben und dazu ein Sparglas. Zum 6. Geburtstag ein Glas, in das für große Wünsche gespart wird. Zum 7. Geburtstag gibt es dann dazu noch ein Glas für den Guten Zweck. Das ist eine Anregung aus dem Buch Herzensbildung von Christiane Kutik.

Soweit die Theorie. Mal sehen, wie unser Kind das findet. Und wie es klappt, wenn der Große schon 2€ bekommt, die Kleine aber noch nichts...

Wenn dann die Sommerferien vorbei sind, will ich versuchen, mal die anderen Eltern in unserer Kindergartengruppe anzusprechen und sie nach ihrer Meinung zum Thema Taschengeld zu befragen. Aber ich befürchte schon, dass wir im Vergleich sehr früh dran sind... Bei Puddingklecks gibt es zum Beispiel erst ab dem 6. Geburtstag Taschengeld.

Einen Geldbeutel gab es übrigens auch zum Geburtstag. Dieses Modell mit dem Grüffelo fand ich total süß...

Kinder-Geldbeutel mit Grüffelo und Taschengeld für eine Woche

Fazit nach einem Jahr. Taschengeld für Vierjährige: Ja!

Mithilfe einer Erinnerung im Smartphone haben wir dem Kind jeden Montag pünktlich und unaufgefordert seinen Taschengeld übergeben. Das war uns wichtig, denn es soll einen selbstverständlichen Charakter haben und nicht erbettelt werden müssen. Ungefähr drei mal fand das Kind diesen Vorgang spannend, danach hat es das Interesse weitgehend verloren und wir mussten ihn förmlich darum bitten, sein Geld doch bitte in den Geldbeutel zu legen.

Zwischenzeitlich hätte ich beinahe das Experiment Taschengeld abgebrochen, weil das Kind kaum darauf angesprungen ist. Doch nach einer Weile hatte es verstanden, das es sich dafür Dinge kaufen kann. Mittlerweile legt unser Sohn richtig Wert darauf, sein eigenes Geld zu verwenden. Er hat sogar schon mal beim Bäcker selbst eine Brezel gekauft, obwohl wir Eltern so etwas normalerweise natürlich bezahlen.

Unser Sohn hat mehrmals sein Geld angespart und damit eine LEGO Zeitschrift gekauft. Ich habe dann auch zwei, drei mal noch den Rest dazu gegeben, weil ich ihm das Erfolgserlebnis lassen wollte. Es ist selbstverständlich zu viel verlangt, dass ein Vierjähriger bereits mehrere Teilbeträge korrekt addiert und prüft, ob die Summe für eine geplante Ausgabe reicht. Da haben wir uns aber auch im Vorfeld keine Illusionen gemacht.

Uns war es wichtig, dass überhaupt ein Bewusstsein für Geld entsteht. Und das ist definitiv gelungen. Es gab hier und da Tage, an denen er mit Stolz seinen Geldbeutel mit in den Kindergarten genommen hat, um sich auf dem Heimweg etwas zu kaufen. Zusammen mit seinen Freunden hat er dann das Geld angeschaut und teilweise hat er auch etwas davon verschenkt. Klar musste ich da ziemlich schlucken, denn wir haben mit Sicherheit kein Geld zu verschenken, wie man so schön sagt. Aber an diesen Erlebnissen sieht man eben den Unterschied von der kindlichen Unbedarftheit und der verkrampften Anspannung der Erwachsenen im Umgang mit Geld. Mich selbst in dieser Situation zu beobachten war da sehr spannend, muss ich sagen.

Irgendwie freue ich mich auf diese Reise in das Finanzleben mit den Kindern.

Vielleicht interessieren Dich auch meine Finanztipps für Frauen? Ich habe einen Überblick der Finanzberatungs Angebote geschrieben.