Twitter für Unternehmen

Follower, RTs, Mentions und Listen.... Twittern klingt für viele immernoch nach einer komplizierten Sache. Doch Firmen können sehr von dem Microblogging-Dienst profitieren.

Ist Twitter ein fester Bestandteil einer gut aufgestellten Onlinemarketingkampagne oder ist der Microblogging-Dienst eher die Kür im Marketing-Mix? Der Versuch einer Erklärung:

Twitter ist nur so gut wie der Redakteur, der den Account betreut

Auf Twitter merkt man als Nutzer relativ schnell, ob ein Account liebevoll betreut wird, oder ob nur automatisiert veröffentlicht wird. Je nach dem, welche Taktik man als Unternehmen wählt, finden sich unterschiedliche Follower ein.So sollte man Twitter nicht verwenden

Automatisiert befüllte Twitterkanäle sind lahm! Beispiel siehe rechts: Abgeschnittener Text, schlechte Rechtschreibung und gekürzter Link.

Wer echte Follower finden will, die sich ernsthaft für Unternehmen und Produkte interessieren, der muss auch echte Worte tippen. Konkret bedeutet das:

  • Nicht ausschließlich auf den eigenen Onlineshop/Blog verlinken, sondern auch (relevante!!!) Inhalte von anderen Accounts teilen
  • Links nie kommentarlos posten, sondern kurze Sätze und Hashtags verwenden - so weiß der Leser schnell, worum es geht und kann entscheiden, ob der Tweet für ihn persönlich interessant, bzw. einen Retweet wert ist.
  • Fragen beantworten und zu Diskussionen beitragen (aber nur, wenn man wirklich was zu sagen hat!)
  • Bilder aus dem Unternehmen posten (zB. aus der Produktion, das interessiert die Kunden)
  • Ruhig auch mal flapsig werden (ohne dabei gleich albern zu sein)
  • Aktuelle Themen aufgreifen und nicht nur stur dem Redaktionsplan folgen

Klingt nach zu vielen Regeln gleichzeitig? Richtig. Wir sind ja hier auch nicht auf dem Ponyhof! Twitter macht viel Arbeit, aber eben auch viel Spaß.

Wer twittert für das Unternehmen?

Spaß ist das Wichtigste beim Social Media Marketing. Wenn sich in einer Firma niemand findet, der Lust darauf hat, dei verschiedenen Kanäle zu bespielen, dann sollte man es lassen - oder einen Externen engagieren. Auf keinen Fall sollte man unmotivierte Mitarbeiter dazu zwingen, diesen Teil der Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen nur weil sie vielleicht gerade Zeit haben. Das kann nicht gut gehen (oft genug erlebt...).

Umgekehrt ist es aber auch schwierig die eigenen Mitarbeiter auszubremsen. Wer privat mit Lust und Laune Twittert, einen Tumblr Blog betreibt oder viele Kontakte auf Facebook pflegt, der wird mit Sicherheit auch hin und wieder etwas über die Arbeit schreiben - warum sollte man das als Unternehmen also nicht gleich "offiziell erlauben"? Der Mitarbeiter wird sich geehrt fühlen.

Twitter bei Veranstaltungen nutzen

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