Was ist Crowdfunding?

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Heute möchte ich wieder mal einen Begriff aus dem Bereich der Sozialen Netzwerke erklären. Es geht um Crowdfunding, die gemeinschaftliche Finanzierung von Projekten.

Die Crowd, das ist so ein diffuser Begriff, der von Marketingleuten aus allen Fachbereichen immer häufiger verwendet wird. Die Crowd ist angeblich die Lösung für alles, denn es gibt mittlerweile nicht nur Crowdfunding, sondern auch Crowdinvesting und Crowdsourcing.

Die Crowd, das unbekannte Wesen

Doch beginnen wir erstmal ganz von vorne. Wer ist eigentlich diese Crowd und wo kann ich sie treffen?

Crowd bedeutet direkt übersetzt (Menschen-)Menge, Ansammlung oder Gedränge. Im Marketingbereich übersetzt man die Crowd aber eher mit Schwarm. So dass wir dann zum Beispiel von Schwarmfinanzerung sprechen.

Um die Crowd noch genauer abzugrenzen, muss man sich überlegen, wie die Crowd angesprochen wird - nämlich über Social Media. Es geht darum, gemeinschaftlich etwas zu tun, zu suchen, zu finanzieren oder zu spielen. Wer einen Aufruf starten und die Crowd aktivieren will, der tut das über die Sozialen Netzwerke. So ist die Crowd eigentlich dadurch begrenzt, dass sie über Social Media erreichbar ist.

Crowdfunding oder: Haste mal n' Euro?

Die Schwarmfinanzierung ist eine Möglichkeit an Geld zu kommen, wenn weder Banken noch Investoren ein Startup finanzieren wollen. Manche Gründer haben gar keine andere Wahl, als die Allgemeinheit um Geld zu bitten, andere entscheiden sich mit Absicht dagegen, Finanzinstitute oder Großinvestoren mit ins Boot zu haben. Denn wenn man viel Geld von einer Stelle bekommt, dann geht das nur, wenn man auch viel Entscheidungsgewalt dafür hergibt.

Wer sein Geld von der Crowd bekommt, der geht ein minimales Risiko ein, weil er viele kleine Investoren hat, die sich oft nur mit ein paar Euro beteiligen. Darüber hinaus hat er noch weitere Vorteile:

  • Crowdfunding = Marktstudie. Wenn sich genügend Mikroinvestoren finden, dann ist die Idee gut. Das Geschäft könnte ein Erfolg werden.
  • Crowdfunding bringt interessanten Input. Wer in ein Projekt investiert nimmt daran Anteil und möchte es zum Erfolg führen. Mikroinvestoren geben deshalb häufig wertvolle Tipps und vermitteln Kontakte.
  • Gemeinschaftlich finanzierte Projekt sind liebenswert. Positive Publicity ist im Erfolgsfall vorprogrammiert.

Die verschiedenen Arten von Crowdfunding

Es gibt verschiedene Internetplattformen, die eine gemeinschaftliche Finanzierung anbieten und organisieren. Manche sind international, andere national oder regional - das wird auch ein bisschen von den jeweiligen Bankengesetzen beeinflusst. Manche Crowdfunding-Plattformen konzentrieren sich auf ein Thema (große Projekte, soziale Projekte, Film oder Umwelt).

Üblicherweise überlegt sich der Gründer, wie viel Kapital er für den erfolgreichen Start seiner Geschäftsidee braucht. Diese Zahl ist für alle Webseitenbesucher öffentlich sichtbar. Ebenso kann auch jeder sehen, wie viel Geld bereits eingesammelt wurde und den Verlauf der Kampagne beobachten. Dadurch lässt sich der Erfolg einer Geschäftsidee bereits in der Finanzierungsphase einschätzen.

Normalerweise wird das eingesammelte Geld nur dann an den Gründer überwiesen, wenn die volle Summe erreicht wurde. Wenn nur 50% oder 85% eingesammelt werden, dann erhält der Gründer nichts und das Geld geht an die Investoren zurück.

In manchen Fällen erhalten die Gründer jede Investierte Summe sofort und können auch mit dem Geld arbeiten. Doch bei so einem Finanzierungsmodell wird eine Provision für die Crowdfundingplattform fällig.

Crowdfunding ausprobieren?

Crowdfunding ist eine spannende Sache. Es macht auf beiden Seiten Spaß, als Gründer und als Investor!

Zum Beispiel ist es sehr spannend zu sehen, welche Projekte gerade nach einer Finanzierung suchen. Wer sich durch die deutschen Crowdfunding-Plattformen klickt, der wird von dem kreativen Potential überrascht sein, dass es in unserem Land gibt. Besonders aus der Sparte Kunst (im weitesten Sinne) werden viele Ideen präsentiert. Dazu kommen zahlreiche Softwarefirmen und Apps oder andere Dienste, die später mal online angeboten werden sollen.

Bekannte Crowdfunding-Plattformen in Deutschland:

Ich selbst habe für mein neues Startup Fleckendeckend eine Crowdfundingkampagne gestartet. Für den Druck von Nachhaltigem Geschenkpapier brauche ich 2.000 Euro. Schau Dir die Kampagne auf indigogo an: Fleckendeckend finanzieren

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